Werken und Gestalten mit Stadtführung durch Dettelbach
Ein besonderer Unterricht im Fach Werken und Gestalten erlebten die Klassen 4a und 4c bei einer Stadtführung durch die historische Altstadt von Dettelbach. Treffpunkt war das Wahrzeichen der Stadt, das Faltertor. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler erste spannende Einblicke in die mittelalterliche Geschichte der Stadt. Frau Neubert veranschaulichte Wissen über die Altstadt und ihre Befestigungsanlagen. So erfuhren die Kinder, dass sich entlang der Stadtmauer früher ein Wehrgang befand. Ein besonderes Interesse weckte der Männerturm, der einst als Gefängnis diente – sowohl für Männer als auch für Frauen.Das Traditionsgebäck, das 1691 in Dettelbach erfunden wurde, die Muskazinen, bekamen alle als Kostprobe. Das Gewürzgebäck, Pilger oder Wallfahrtsgebäck auch benannt wird in Modeln in die Form einer Fliege gebracht, es darf nur von zwei Konditoreien hergestellt und verkauft werden.Anschließend führte der Weg zur Stadtkirche St. Augustinus. Das besondere hier, ihre zwei unterschiedlichen Türme: einen runden und einen viereckigen. Dabei gehört ein Turm zur Kirche, der andere zur Stadt. Besonders interessant ist, dass der viereckige Turm ein Überrest der ehemaligen Ritterburg „ Thetilabah“ ist, die einst an dieser Stelle stand. Auf der Kirchenzinne wurden die Kinder von zahlreichen Tauben begrüßt – passend zum Thema des Unterrichts: Friedenstauben.
In der Kirche erklärte Frau Neubert den berühmten Michael-Triegel-Altar. Zudem entdeckten die Kinder an der Außenseite des Altars, sowie in einem Fenster aus Tiffanyglas Darstellungen von Tauben.Eine praktische Abwechslung der Exkursion war das Zeichnen einer Taube. Jedes Kind entwarf eine eigene Friedenstaube als Vorlage für eine spätere Tonarbeit. Weitere Infos über den Pranger, historische Häuser, Anzahl der Türme und Tore wurden den Kindern näher erklärt. Die Führung endete am Brückertor. Im Fach WG setzten die Kinder ihre Entwürfe aus Ton um. Sie gestalteten Friedenstauben, verzierten diese mit Mustern oder Glasnuggets. Nach dem Trocknen wurden die Werke zunächst bei 900 Grad gebrannt, anschließend engobiert und glasiert und bei 1050 Grad ein zweites Mal gebrannt.Die Schülerinnen und Schüler hatten große Freude an der Exkursion und der kreativen Umsetzung ihres Themas.
Petra Steinhoff, Fachlehrerin WG








